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 > Fridolfing: Spiel, Spaß, Spannung und ein bisschen Grusel31.07.2010 

Fridolfing (luc). Engelbert Schillmeier ist ein Bauer mit Bildungsauftrag. Sein neuestes Projekt: ein Mais-Labyrinth. Mit ihm will er zwei Ziele erreichen: "Die Leute sollen ihren Spaß haben und noch was über den Mais und die Landwirtschaft lernen". Zusammen mit seiner Familie, allen voran seiner Frau Gabriele, hat er heuer zum ersten Mal neben seinem Hof in Strohhof bei Fridolfing ein solches Labyrinth angelegt. Ab sofort bis 3. Oktober steht es allen offen, die ihre Orientierung auf die Probe stellen wollen. Als besondere Attraktion verwandelt sich das Feld alle 14 Tage abends in ein Grusel-Labyrinth.

Schillmeiers betreiben ihren Milchviebetrieb schon seit längerem als Erlebnisbauernhof und lassen Schulklassen mit allen Sinnen erfahren, wie Lebensmittel entstehen. Diese Idee steht auch hinter dem Mais-Labyrinth.

Da Schillmeier mit einem solchen Labyrinth bisher keine Erfahrung hatte, wollte er erst einmal überschaubar anfangen. In dem Maisfeld neben seinem Hof hat er auf 7.500-Quadratmetern Wege mit einer Gesamtlänge von mehr als 1,5 Kilometern angelegt. "Wenn man weiß, wo man hin muss, ist man ungefähr eine halbe Stunde im Mais unterwegs". Wer sich nicht auskennt, wird viele der Wege aber auch doppelt gehen. "Raus findet jeder wieder, so groß ist es dann doch nicht", erklärt Schillmeier mit einem Schmunzeln. Wer will, kann auch nur die Kinder ins Labyrinth schicken und sich währenddessen Kaffee und Kuchen im Hof-Café schmecken lassen.

Von oben gesehen, sieht das Labyrinth aus wie ein Bauer, der eine Gabel in der Hand hält. Eigentlich wollte Schillmeier ein etwas aufwändigeres Muster in den Mais mähen, aber da machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung. "Es hat ja ständig geregnet, deshalb konnten wir die Pflanzen erst abmähen, als sie schon gute 70 Zentimeter hoch waren." Da war der Überblick über das ganze Feld nicht mehr so einfach. Mit einem Aufsitzmäher hat Schillmeier die Pflanzen zunächst bis auf den Stock gekürzt. Mit Hacken entfernte dann die ganze Familie alles was noch stand, damit die Wege frei waren. "Alle haben mit geholfen, auch unsere drei Kinder", erklärt der Landwirt stolz.

Weil Schillmeier seinen Besuchern auch Wissenswertes über die Landwirtschaft vermitteln will, gibt es im Maisfeld fünf Stationen mit Fragen zum Thema. Die Labyrinthbesucher müssen die richtigen Antworten dort mit dem jeweiligen Stempel auf ihrem Zettel kennzeichnen. Für diejenigen, die zwischendurch eine Pause brauchen, gibt es in der Mitte des Feldes einen freien Platz mit Stühlen. Dort wird auch ein Grillplatz angelegt, wo größere Gruppen, zum Beispiel Schulklassen, dann abends das Abenteuer Mais-Labyrinth ausklingen lassen Schillmeier hofft, dass besonders viele Kinder und Jugendliche sein Labyrinth besuchen. Sie sollen sehen können, wie es in so einem Maisfeld ausschaut. Schillmeier will mit seinem Feld auch Werbung für die Landwirtschaft machen.

Bis 3. Oktober, Freitag, Samstag und Sonntag immer ab 12 Uhr, steht das Maisfeld Besuchern offen. Und fünf Mal in dieser Zeit soll es im Maisfeld ein bisserl gruselig werden. Zum ersten Mal am Freitag, 6. August und dann alle 14 Tage verwandelt sich das Feld in ein Grusel-Labyrinth. Ab 20.30 Uhr müssen sich die Besucher dann mit Taschenlampen im Labyrinth zurecht finden. Lichteffekte, Geräusche und "lebendige" Geister werden ihnen immer wieder kalte Schauer über den Rücken treiben.

Größere Gruppen, zum Beispiel nach den Ferien auch wieder Schulklassen, können sich auch telefonisch bei Schillmeier anmelden und außerhalb der Öffnungszeiten einen Termin vereinbaren unter der Telefonnummer 0171/4935083.

Wenn das Labyrinth in diesem Jahr gut angenommen wird, dann plant Schillmeier schon weiter, könnte es im nächsten Jahr ein größeres geben, dann auch mit einem etwas aufwändigeren Muster.


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