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 > Laufen: Was machen mit den alten Häusern?11.03.2010 

Laufen (höf). Zwei Mal den Daumen hoch, zweimal nach unten. "Natürlich stimmen wir lieber zu, als dass wir ablehnen", sagte Laufens Bürgermeister Feil in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Aber manchmal seien halt die Voraussetzungen nicht erfüllt.

Die Bauvoranfrage von Julia und Thomas Netter musste von der Tagesordnung genommen werden. Sie haben vor, ein altes Holzhaus im Weiler Hasenhaus abzutragen und an anderer Stelle wieder aufzubauen. Der favorisierte Standort Hötzling scheint nun allerdings nicht möglich. "Das lässt sich dort nicht umsetzen", begründete Hans Feil den vorläufigen Rückzug.

Eigentlich habe man dem Antragsteller geraten, seine Bauvoranfrage zurückzuziehen, erklärte Sachbearbeiter Werner Mitteregger den nachfolgenden Tagesordnungspunkt, denn mit diesem Fall hatte sich das Gremium schon in der Februar-Sitzung befasst. Geändert hat sich an der Sachlage bislang nichts; nur: "Es gibt die Zwei-Monats-Frist, und in der müssen wir das behandeln", begründete Mitteregger die erneute Aufnahme in die Tagesordnung. Franz Aicher will ein denkmalgeschütztes Bauernhaus in Froschham abreißen und an dieser Stelle ein neues bauen. Dafür aber braucht er zunächst eine denkmalrechtliche Erlaubnis zum Abbruch. Ob er dann allerdings dort bauen darf, ist ungewiss, handelt es sich doch weder um ein privilegiertes noch um ein teilprivilegiertes Vorhaben. Dafür wäre ein landwirtschaftlicher Hintergrund die Voraussetzung. "Uns sind die Hände gebunden", sagten Hans Surrer und Albert Thanbichler zum anwesenden Hausbesitzer. Erst müssten Denkmalamt und Landratsamt ihre Stellungnahmen abgeben. "Wir können momentan nicht anders", begründete auch Bürgermeister Feil die Ablehnung, "damit ist die Sache aber nicht gänzlich erledigt und ich hoffe, wir können uns irgendwann inhaltlich damit beschäftigen". Die Verweigerung erfolgte einstimmig.

Nicht besser erging es Markus Müller aus Mayerhofen. Der möchte neben seinem denkmalgeschützten Bauernhaus ein neues Einfamilienhaus errichten. Die anvisierte Fläche liegt laut Flächennutzungsplan allerdings im Grünland und dazu im amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Auch hier ein klares "Nein".

"Endlich was positives", kündigte Feil den Bauantrag von Alfred Öllerer an. Der möchte in Öd am Moos ein Austragshaus bauen. Dieses Vorhaben ist privilegiert und so stimmte das Gremium ohne Diskussion zu.

Keine Einwände gab es ebenfalls zum Bauantrag von Kathrin Edenhofer und Christian Burr. Die südliche Widerkehr des denkmalgeschützten Bauernhauses in Oberheining soll zum Wohnhaus werden. "Die Vorgespräche laufen seit einem Jahr", berichtete Werner Mitteregger, "und die Zusagen von Denkmalamt und Landratsamt sind vorhanden." Auch hier gab es keine Bedenken: einstimmig.


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