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 > Waging: Ein Heiliger für den Waginger Kreisverkehr11.03.2010 

Waging am See (he). Der Kreisverkehr an der Staatsstraße 2105 bei Waging gefällt offenbar nicht allen. Jedenfalls richtete Gemeinderat Hias Schneider bei der letzten Bauausschuss-Sitzung an Bürgermeister Herbert Häusl die Bitte, ob man nicht auf das Staatliche Bauamt "einwirken" könne, "dass was Schöneres gemacht wird". Eigentlich sei die jetzige Gestaltung mit einem dichtem Gestrüpp aus Büschen "eine Katastrophe für Waging". Anderswo gebe es deutlich schönere Kreisverkehrs-Gestaltungen.

Der Bürgermeister erklärte sich bereit, mit dem Bauamt Kontakt aufzunehmen - und blickte dabei kurz zurück auf die Entstehungsgeschichte der Kreisverkehr-Gestaltung. Man habe seinerseits während des Baus viel drüber nachgedacht, wie der Kreisverkehr gestaltet werden könnte, Modelle entworfen, lange Debatten geführt: "Dann aber ist dort bepflanzt worden, ohne uns zu fragen; ruckzuck, sozusagen über Nacht!"

Häusl könnte sich durchaus vorstellen, dass sich auch die Gemeinde Waging an der Gestaltung und Pflege eines neu gestalteten Kreisverkehrs beteiligt: "Aber ich will nicht, dass die Gemeinde komplett für den Unterhalt zuständig wird." Dritter Bürgermeister Christian Reiter berichtete von einem Gespräch mit dem Chef des Staatlichen Bauamtes, Sebald König, der in Waging zu Hause ist. Demnach habe König angeboten, zum Jubiläum "200 Jahre Rupertiwinkel bei Bayern" kostenlos eine Statue sozusage am "Tor zum Rupertiwinkel" aufstellen zu lassen. Der Waginger Bauhof müsste dann aber wohl die Aufstellung der Statue übernehmen. Auch zweiter Bürgermeister Hans Kern berichtete von dieser Statue, die den heiligen Rupert darstellt und derzeit bei Fisching stehe. Diese wäre, wie auch Kern meinte, am Kreisverkehr deutlich besser platziert. Dies sei auch von Sebald König schon einmal ihm gegenüber vorgeschlagen worden. Sebald König bestätigte, gesprächsweise mit Vertretern des Waginger Gemeinderates dieses Thema am Rande gestreift zu haben. Allerdings müsste das die Gemeinde selber in die Hand nehmen. Die Rupertus-Statue an der Höllenbachbrücke bei Fisching komme dort in der Tat sehr wenig zur Geltung, von daher würde das Staatliche Bauamt diese der Gemeinde gerne als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen, wenn sie damit den Kreisverkehr gestalten wolle.

Allerdings eines stellte König in aller Deutlichkeit dar: "Wir können keine pflegeintensiven Gestaltungen von Kreisverkehren mehr machen." Dort, wo Kreisverkehre wirklich schön hergerichtet seien, hätten überall die Gemeinden oder Gartenbauvereine die Pflege übernommen. Von Seiten des Staatlichen Bauamtes würden Kreisverkehre mit Sträuchern bepflanzt, die wenig Pflege bräuchten.


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